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Klarinettistin Sabine Grofmeier
Rheinhessische Häppchen
Im anheimelnden Ambiente eines Gewölbekellers bewiesen die beiden Trägerinnen bedeutender Förderpreise und Stipendien, wie harmonisch die beiden Instrumente zueinander passten. Gewöhnlich treten beide solistisch in Erscheinung, doch in Siefersheim fanden sie sich als Duo "Les femmes fantastiques" zusammen. Eröffnet wurde der reizvolle Klangreigen mit dem "Duett für Klarinette und Violoncello" nach Ludwig van Beethoven. Die eindrucksvollen Interpretationen der dargebotenen Werke verlangte nach Zugaben. So musste Rimsky-Korsakoffs "Hummelflug" gleich zwei Mal aufgeführt werden. Mit Schmankerl aus Jazz und Unterhaltungsmusik wie "Moon river" und "Take five" trafen die beiden ins Schwarze beim begeisterten Auditorium. "Wir arbeiten sehr eng mit der Landeskulturstiftung 'Villa musica' in Mainz zusammen", so Christine Moebus. Natürlich präsentierten sich die beiden Künstlerinnen auch als versierte Solistinnen: So stellte die Klarinettistin Sabine Grofmeier mit den "Stimmungen eines Fauns" der Hamburger Pianistin Ilse Fromm-Michaels ihre eigenen ersten Studienwerke vor. Ton für Ton durften die Hörer die Klangvielfalt des "Blasinstruments" auskosten. Sabine Grofmeier, die u.a. schon bei den Schwetzinger Festspielen engagiert war und ebenso an der Seite von Justus Frantz gespielt hat, begeisterte auch mit dem Stück "Für das Ende der Zeit", einem Werk Olivier Messiaens, das dieser während seiner Gefangenschaft in Görlitz 1941 schrieb. Ihre Konzert-Partnerin, Emanuela Simeonova, stammt aus Sofia und hat in Salzburg und Köln ihr Musikstudium absolviert. In einer von vielen Pizzicati durchsetzten "Fantasie" stellte sie den Komponisten Peter Hristoskov aus ihrer rumänischen Heimat vor. Richtig feurig wurde der vielbeklatschte und am Ende mit stehendem Beifall bedachte Konzertabend beim "Libertango" des argentinischen Tangokönigs Astor Piazzolla.
